Das Problem

Als Gründer von HappyMaids ist es doch einfach für ein sauberes Zuhause zu sorgen. Man bucht sich einfach eine Maid und ein paar Stunden später ist das Haus sauber. Stimmt schon, und doch ist es nicht ganz so einfach. Denn eine Maid kann ich mir nur buchen, wenn gerade eine frei ist. Ansonsten haben natürlich die Kunden Vorrang.

Und der Bedarf ist groß: unsere zwei Hunde sorgen für ordentlich Schmutz im Haus. Zum einen haaren sie kräftig und zum anderen haben sie es immer noch nicht gelernt sich ordentlich die Füße abzutreten, wenn sie das Haus betreten. Also heißt es staubsaugen – jeden Tag. Eine mühsame Angelegenheit, wenn man spät abends nach Hause kommt und nach Gassi auch noch für das leibliche Wohl sorgen muss. Natürlich wusste ich, dass es Roboter gibt, die diese Arbeit ja erleichtern sollen. Jahrelang habe ich mich dagegen gewehrt. Ein Reinigungsunternehmen braucht doch keine Roboter – so schafft man sich doch ja gewissermaßen selbst ab….

Die Entscheidung

Und doch konnte ich vor ein paar Wochen der Versuchung nicht widerstehen. Ein namhafter Hersteller, ein Testsieger sollte es sein – hier wollte ich kein Risiko eingehen. 30 Tage Rückgaberecht bügelten meine Bedenken glatt und mit ein wenig Zweifel trug ich das Teil nach Hause.
Sie sollten nicht unbegründet sein, denn die Technik versagte schon kurz nach dem Einschalten. Das Display blieb schwarz und die Bedienungstasten ohne Funktion.

Am nächsten Tag erfolgte der problemlose Umtausch und der Neue ließ sich einschalten und laden. Das dauerte aber geschlagene drei Stunden und so erfolgte der Test erst zu später Stunde.

Robby fuhr los und begann sogleich zu saugen. „Toll, dann können wir ja jetzt etwas Essen gehen“, dachte ich, als Robby sich voller Verzweiflung mit einem schrillen Alarnton meldete und zeitgleich eine Fehlermeldung auf meinem Smartphone erschien: „Hindernis bitte beseitigen“.

Aller Anfang ist schwer

Der Kleine hatte sich an einem Stuhlbein festgefahren. Also sorgte ich erst mal dafür, dass das Wohnzimmer einigermaßen barrierefrei war. Aber nun beobachtete ich erst mal mit einer Mischung aus Skepsis und Erstaunen die Arbeit von Robby. Manchmal fährt er fünf Minuten um und unter einem Stuhl herum um dann wieder in ordentlichen Bahnen für Sauberkeit zu sorgen. Manchmal verirrt er sich aber auch eine halbe Stunde unter der Couch. Eine halbe Stunde! Nicht einmal durch gutes Zureden lässt er sich davon abhalten die zwei Quadratmeter zum 20. Mal zu saugen. Dann heißt es abwarten und – Überraschung – er taucht irgendwann auch wieder auf. Unser DeeJay (ein Parson Russel Terrier) beäugte ihn auch schon skeptisch. Schon bald aber war die Batterie so schwach, dass sich Robby neue Energie an der Ladestation holen musste. Wieder drei Stunden warten.

Am nächsten Tag war der Rest des Hauses dran. Etliche Male fuhr sich Robby fest und könnte nur mit einem Handgriff von seiner misslichen Lage befreit werden. Aber nach und nach kannten wir die diversen Stellen wo er sich verhakte: Das Tiefspülklosett, diverse Stuhlbeine, zwischen Stehlampe und Couch, eine Gitarre….

Das Fazit

Zuschauen darf man nicht (das mag ja sowieso niemand – Profisportler vielleicht ausgenommen), denn die Wege des Staubsaugers sind unergründlich. Manche Stellen werden minutenlang gesaugt bis sich auch kein Fitzelchen Staub mehr auf der Oberfläche befindet, manche Stellen erreicht er nicht oder werden nur mal kurz alibihaft gesaugt. Für einen Sauberkeitsprofi wie mich ist das ein Graus.

Nach vier Wochen standen wir daher vor der Entscheidung: Zurückgeben oder behalten?
Das Gefühl siegte: Wir behalten Robby. Er verrichtet seine Arbeit ganz ordentlich, was sich am vollen Staubbehälter ablesen lässt, der nach 1 1/2 Stunden entleert werden muss. Unbeaufsichtigt können wir ihn leider nicht lassen, dafür fährt er sich doch zu oft fest. Aber man kann die Zeit ja sinnvoll verwenden: beim Kochen z.Bsp. :)Er ersetzt keine HappyMaid, die auch in die letzte und hinterste Lücke kommt, aber er erleichtert uns und unseren Maids die Arbeit und hinterlässt das Gefühl von Sauberkeit.

Und das macht fast so happy wie eine unserer Mitarbeiterinnen.